Ausstellung


  • zufall

     

    Die Inszenierung des Zufalls

    Ausstellungseröffnung am 5. Dezember 2016

    Eine neue Idee zu realisieren ist immer mit einem Risiko verbunden. Ist die Idee tragfähig? Hält sie, was die Fantasie verspricht? Wird sie zum Flop? Oder entwickelt sich etwas völlig anderes daraus?

    Die ursprüngliche Idee zu dieser neuen Maltechnik entstand aus dem Bedürfnis, assoziative Gedankengänge aus verschiedenen Quellen miteinander zu verbinden und diese Verbindungen darzustellen. In diesem Ausstellungsprojekt jetzt gehe ich, um ein Beispiel zu nennen, von verschiedenen Theaterstücken aus und stelle den Hauptgedanken – man könnte sagen, den Fokus des jeweiligen Stückes – in einem Gemälde dar.

    10. November 2016

     

    Die Inszenierung

    des Zufalls

     

     

    Präsentation der teilnehmenden rollen

     

    Die teilnehmenden Bilder, in diesem Fall die Theaterstücke, sind:

     

    1

     

    Sigmund Freud: „Der Wahn und die Träume“
     in Wilhelm Jensens „Gradiva“

     

     

     

     

    2

     

     

    Luis Buñuel: „Anjo Exterminador“
     

    Leute, die vom Rest der Gesellschaft abgesondert sind, und wie sie sich in dieser neuen ‚Umgebung‘ verhalten.
    Die Unfähigkeit, den Raum zu verlassen. als Zeichen für die Fessel, in der jeder Mensch durch die Gesellschaft, ihre Zwänge, Normen und Denkmuster gelegt wird.
    …ein tiefsitzender Unwille – der Unwille, den Status quo zu verändern: Um ihre Privilegien zu bewahren, nimmt die Bourgeoise innere Lähmungen, ja den eigenen Untergang in Kauf.

     

     

    3

     

     

    Georg Friedrich Händel: Alcina

    „Die Tigerin steht in ihrer Höhle. Soll sie den Jäger erwarten oder fliehen?“

     

     

    4

     

     

     

    Luis Buñuel: „Anjo Exterminador“

    Buñuels Film und Ades Oper: The Exterminating Angel“
    Die Wiederholung als Befreiung.
    Thomas Ades: in gewisser Weise ist der Vernichtungsengel eine Abwesenheit – ein Fehlen von Wille, … Nehmen wir an es gäbe tatsächlich eine übernatürliche zerstörende Macht, eine mythische Figur, die es uns unmöglich macht zu handeln.

     

     

     

     

    5

    Jules Massenet: Thais

    der große Irrtum des gesamten Projekts: er wird sie nie wiedersehen!

    Hysterie bei Thais:
    …following the mystico-religious reawakening of her Christian conscience…
    …she angrily dismisses her former lover Nicias, Athanael and his God, before breaking into peals of hysterical laughter. …

    Fräulein Else = Dora (Ida Bauer)
    Fräulein Else ist eine 1924 erschienene Monolog-Novelle von Arthur Schnitzler, Dora die Patientin Sigmund Freuds.

    „…die Welt nur als Chiffre für das ewige Leben aufzufassen, …“

    Eine Metapher der männlichen Sexualität: Die Straße der Enthaltsamkeit.

     

    6

     

    William Shakespeare: Der Sturm

    Das Meer schwoll bis über die Wolken an und lieferte dem Himmel eine Schlacht. …durchfluteten die Wassermassen ganzen Flüssen gleich die Luft.

    „…das meiste Gepäck über Bord geworfen – darunter zahlreiche Kisten und Truhen, wodurch kein geringer Verlust entstand - … Doch steht die Güte und holdselige Hinführung zu größerer Hoffnung durch unseren gnadenreichen Gott.“

    Dieses Meer ist selbst in der Lage, alle möglichen Dinge zu verwandeln – nicht zuletzt die Menschen.

    „Wenn dir eine Situation vorgegeben ist, hadere nicht, sondern versuche, dass du diesen Umständen gerecht wirst:
    Setze deine Wertungen neu.

    Jeder Mensch nimmt sich Anteile seiner Eltern, die er haben möchte, die für ihn selbst positiv sind.

     

    7

     

     
    Jim Morrisson: Break on Through

    Das Sternentor: “The Gate is Straight, Deep and Wide; Break On Through to the other side.”

     

     

     

     


  • 12. April 2016

     

    Materialien für die
    Wiener Privatklinik


    Ich hatte vor einigen Tagen mit Primar Musalek, dem Leiter des Anton Proksch Instituts über ein anderes Projekt gesprochen aber erwähnte die Ausstellung in der Wiener Privatklinik worauf er begeistert ausrief „genau dort gehört die Kunst hin! Dort ist das Leben, das sich ändert.“

    Aus seiner Sicht spielt die Kunst bei er Suchttherapie eine große Rolle, nicht wie man weithin meinen würde, das schwarze Loch oder die große Leere nach dem Entzug zu füllen, sondern beim Umbau des Lebens behilflich zu sein. Er meint, dass die Kraftquelle für das Leben das Schöne ist, und begründet das mit den Anfängen der Kunst am Beginn der menschlichen Existenz und führt hierfür die Höhlenmalerei in Lascaux an.

    Nicht ein Füller des Schwarzen Loches, sondern eine Struktur zum Neubeginn, könnte ein Konzept auch bei physischen Erkrankungen nicht nur bei psychischen sein. Die Trennung ist doch nicht so eindeutig.

    Deshalb ist ein Krankenhaus der ideale Ort, wo die Kunst hingehört (nicht das Museum) weil sie dort beim Umbau der menschlichen Existenzen Impulse geben kann.

    Ich finde diese Thematik hochinteressant weil ich diese tiefgreifende Rolle von Kunst in Krankenhäusern noch nicht so gesehen habe. Vielleicht müsste sich Kunst in Krankenhäusern auch anders gerieren, um diese Rolle voll auszuschöpfen.

    schneiderei

    Bild 1: "Hoffentlich überleben wir das Leben, ich muß damit noch zur Änderungsschneiderei!"

     

    32

    Bild 2: The Trumpet of Louis Armstrong

     

    die klaviespielerin piresch

    Bild 3: Die Klavierspielerin

     

    missing augenblick

    Bild 4: Der Augenblick

     

    .

    Stimmen und Aufträge Wolf Werdigier

    Wolf Werdigier

    Da die Bilder-Ausstellung „love sick“ von Wolf Werdigier mit dieser Woche zu Ende geht, veranstalten wir zum Abschluss am Donnerstag den 14. April um 18.00 Uhr eine Führung durch den Künstler. Es werden zu ausgewählten Arbeiten die Hintergrunderzählungen oder historischen Zusammenhänge dargestellt.

    Ausserdem wird über die Bedeutung und Wirkung einzelner Bilder für Patienten gesprochen werden, da im Rahmen des Verkaufes von Bildern hierüber Informationen zugänglich wurden.
    Über diese nicht uninteressante Rolle der Kunst im Krankenhaus könnte an Hand dieser Beispiele ein Gespräch begonnen werden, welches zu einem späteren Zeitpunkt als Symposion fortgesetzt wird.


  • zufall

     

    Die Inszenierung des Zufalls

    Ausstellungseröffnung am 5. Dezember 2016

    Eine neue Idee zu realisieren ist immer mit einem Risiko verbunden. Ist die Idee tragfähig? Hält sie, was die Fantasie verspricht? Wird sie zum Flop? Oder entwickelt sich etwas völlig anderes daraus?

    Die ursprüngliche Idee zu dieser neuen Maltechnik entstand aus dem Bedürfnis, assoziative Gedankengänge aus verschiedenen Quellen miteinander zu verbinden und diese Verbindungen darzustellen. In diesem Ausstellungsprojekt jetzt gehe ich, um ein Beispiel zu nennen, von verschiedenen Theaterstücken aus und stelle den Hauptgedanken – man könnte sagen, den Fokus des jeweiligen Stückes – in einem Gemälde dar.

     

    15. November

     

    Die Inszenierung
    des Zufalls

     

    Die erste Komposition


    Das folgende Beispiel stellt eine erste Komposition dar. Es handelt es sich hier um einen Probelauf. Also nicht um die Bilder, die in der Ausstellung am 5. Dezember gezeigt werden, sondern um ein Ausprobieren und Testen.

    fragment die inszenierung des zufalls

    Interview dazu mit Dr. Karl Golling, Leiter der Psychoanalytischen Abteilung in der Sigmund Freud Privatuniversität Wien. Link SFU

    „Man könnte sagen, die hier entwickelte Methode der Bildkomposition entspricht genau dem, wie Sigmund Freud die Entstehung des Traumes beim Menschen interpretierte.

    Die gedankliche Verarbeitung von Erlebnissen der Menschen ist ununterbrochen, aber insbesondere während des Schlafes versucht das Gehirn die Tageserlebnisse zu verarbeiten.

    Da wir ununterbrochen gedankliche Verbindungen, das heißt Assoziationen herstellen, werden in diesem Denkprozess die Tageserlebnisse mit Traumatisierungen oder Prägungen aus der Kindheit verbunden. Damit diese Prozesse den Schlaf nicht stören sollen, werden Verzerrungen oder Bruchstellen eingebaut, die die Geschichte des Traumes unverständlich machen. Das heißt jeder Traum enthält sowohl Bestandteile der Tagesreste, die jetzt erlebt worden sind, als auch Bestandteile aus der frühkindlichen Entwicklung. Ein geübter Psychoanalytiker kann gerade mit Hilfe der Bruchstellen feststellen, welche Traumanteile aus der frühkindlichen Zeit stammen und welche aus dem Jetzt sind.

    Wenn wir uns nun als Betrachter dieser Bilder selbst in diese Situation hineinversetzten und diese Bilder als einen Traum betrachten, können wir selbst assoziieren was uns zu diesen Bildfragmenten einfällt. Wir können auch assoziieren welche Bildfragmente wir eher unseren Kindheitserlebnissen zuordnen würden und welche Bildfragmente eher Tagesreste der Jetztzeit sein könnten.“

    Da diese Bilder nicht die Bilder des Betrachters sind, sondern Bilder zu Theaterstücken, die der Künstler selbst ausgewählt hat, werden einzelne Motive stärker ansprechen und andere Motive uninteressant bleiben.

    Jeder Betrachter ist eingeladen, anzugeben welche Bildelemente aus welchem Grund auch immer stärkere Reaktionen hervorrufen als andere. Es ist anzumerken, dass negative Reaktionen genauso wichtig sind, wie positive Reaktionen. Die Bildelemente sind durchnummeriert, sodass die Antworten der heftigsten Reaktionen bitte diesen Nummern zuzuordnen sind. Die Ergebnisse werden wir in einem der nächsten Blogeinträge anonymisiert bekanntgeben. Viel Spaß beim Assoziieren!

    Bitte gerne in der Kommentarfunktion hier die entsprechende Nummer angeben, oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie auf Facebook https://www.facebook.com/WolfWerdigier

     

     

     


  • 16. Dezember 2015

     lovesick REMIX fb

    externer Link zum Facebook Event

    Der Fotowettbewerb „love sick“ REMIX ist gleich aus zwei Gesichtspunkten bemerkenswert:

    Erstens zeigen die über 100 Einreichungen über Facebook, twitter, Instagram und Email, einen soziologischen Querschnitt der heutigen Liebesbeziehungen:
    bei genauerer Betrachtung der Fotos lassen sich die wesentlichsten Themen der eingereichten Bilder in sechs Gruppen zusammenfassen:

    -       Männliche Repräsentationen und Machismo

    -       eine sogenannte heile Welt

    -       die extreme Verletztheit der Frau

    -       Einsamkeit

    -       die zynische Distanz oder die Lust am Unverbindlichen

    -       Freude und Hoffnung

    Alleine diese Themen als Schwerpunkte der Einreichungen geben ein interessantes Bild.

    Zweitens eröffnet dieses Projekt neue Interaktionsformen zwischen Künstler und Kunstinteressierte. Wie bereits vor Jahren Ben Davis die neuen Interaktionsformen der Social Media Art analysierte (vgl. Abbildung) stehen hier vor allem die Künstler mit ihren Kunstwerken („Art“) den Beiträgen des Publikums („Amateur creative production“) gegenüber. Da sich die Fotografie durch die Erfindung des Smartphones grundlegend geändert hat, entstehen im alltäglichen Anwendungsbereich teils aus Zufall, teils auch als künstlerischer Betätigung jedes Menschen eine Vielzahl von Fotos, die in ihrer künstlerischen Qualität die Grenze zwischen „Laien“ und „professionellen Künstlern“ verwischen. Es entsteht ein fließender Übergang von dem Joseph Beuys („jeder Mensch ist ein Künstler“) und Andy Warhol („15 minutes of fame“) nur träumen konnte.

     

     davis8 4 10 15 matrix

     

    Männliche Repräsentationen und Machismo

    • 53
    • 54
    • 55
    • 56
    • 57
    • 58
    • 59
    • 61
    • 62
    • 71
    • 9
    • 93

     


  • zufall

    Die Inszenierung des Zufalls

    Ausstellungseröffnung am 5. Dezember 2016

    Eine neue Idee zu realisieren ist immer mit einem Risiko verbunden. Ist die Idee tragfähig? Hält sie, was die Fantasie verspricht? Wird sie zum Flop? Oder entwickelt sich etwas völlig anderes daraus?

    Die ursprüngliche Idee zu dieser neuen Maltechnik entstand aus dem Bedürfnis, assoziative Gedankengänge aus verschiedenen Quellen miteinander zu verbinden und diese Verbindungen darzustellen. In diesem Ausstellungsprojekt jetzt gehe ich, um ein Beispiel zu nennen, von verschiedenen Theaterstücken aus und stelle den Hauptgedanken – man könnte sagen, den Fokus des jeweiligen Stückes – in einem Gemälde dar.

    17. November

     

    Die Inszenierung
    des Zufalls

    Die zweite Komposition

     

    der zufall gesamt


    Das folgende Beispiel stellt die zweite Komposition dar. Auch hier handelt es sich um einen Probelauf. Also nicht um die Bilder, die in der Ausstellung am 5. Dezember gezeigt werden, sondern um ein Ausprobieren und Testen.

     

    Jeder Betrachter ist eingeladen, anzugeben welche Bildelemente aus welchem Grund auch immer stärkere Reaktionen hervorrufen als andere. Es ist anzumerken, dass negative Reaktionen genauso wichtig sind, wie positive Reaktionen. Die Bildelemente sind durchnummeriert, sodass die Antworten der heftigsten Reaktionen bitte diesen Nummern zuzuordnen sind. Die Ergebnisse werden wir in einem der nächsten Blogeinträge anonymisiert bekanntgeben. Viel Spaß beim Assoziieren!

     

    Bitte gerne in der Kommentarfunktion hier die entsprechende Nummer angeben, oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    sowie auf Facebook unter https://www.facebook.com/WolfWerdigier

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  •  


    parallel vienna wolf werdigier 2017 sm  

    Parallel Vienna

    Opening
    Dienstag 19. September 2017, 19 Uhr
    Alte Sigmund Freud Universität
    Schnirchgasse 9a | 1030 Wien

    Dauer der Ausstellung
    19.09.2017 - 24.09.2017

    18. September 2017

     

    Parallel Vienna

    Der letzte SchlifF vor der Eröffnung

     

     

    zum Beitrag "Parallel Vienna 2017"

    zum Ausstellungsprojekt "Die Inszenierung des Zufalls"


  • zufall

    Die Inszenierung des Zufalls

    Ausstellungseröffnung am 5. Dezember 2016

    24. November

     

    Die Inszenierung
    des Zufalls

     

    Die vierte Komposition


    Das folgende Beispiel stellt die vierte und letzte Komposition dar.

    Jeder Betrachter ist eingeladen, anzugeben welche Bildelemente die stärksten positiven, wie negativen Reaktionen hervorrufen als andere. Viel Spaß beim Assoziieren!

    Bitte gerne in der Kommentarfunktion hier die entsprechende Nummer angeben, oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    4 Komposition

     


  • 30. November 2015

     

    lovesick REMIX

     

    love sick
    REMIX

     

    nach der fulminanten Eröffnung der Produzentengalerie Wien, es waren zeitweise so viele Besucher, dass es unmöglich war, sich hindurch zu drängen, wollen wir das Konzept der Produzentengalerie weiterführen: Neue Gesprächsformen zwischen Künstlern und Besuchern zu praktizieren. Dies ist unsere nächste Veranstaltung am 15. Dezember: Vernissage der Ausstellung „love sick“ REMIX

    Einladung zur Teilnahme am Fotowettbewerb „love sick“ REMIX

    Ein Fotoprojekt zum Mitmachen für jeden!

    Immer diese Liebe: love sick im Guten und im Argen.

    Jeder von uns war bereits love sick – mit gebrochenem Herz oder himmelhoch jauchzend!

    Gerüche, Lieder, Orte, Filme und Worte lassen diese Momente wieder in uns aufleben – sende uns ein Foto, das deine Erfahrung festhält – dies als Selfie, Foto des Ortes an dem... oder auch einfach ein paar handgeschriebene Worte als Foto.

    Die Produzentengalerie Wien gestaltet eine eigene Ausstellung „love sick“ REMIX mit diesen Beiträgen.

    Sende dein Foto oder auch mehrere solche Fotos an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder lade es über Facebook, Instagram oder twitter mit dem Hashtag #lovesickRemix bis Samstag, 12. Dezember 2015 hoch.

    Die drei Fotos mit den meisten Likes oder Favorisierungen werden von einem der Künstler der Galerie als Kunstwerk, einem gemalten Bild umgesetzt. Die drei Gewinner*innen erhalten ihren eingereichten Beitrag als gemaltes Kunstwerk als Gewinnerpreis.

    Zudem werden ALLE Beiträge auf einem Poster gedruckt, welches jeder Teilnehmer als Dankeschön-Geschenk erhält und in der Galerie abholen kann.

    Alle Fotos werden in der Ausstellung „love sick Remix“ in der Produzentengalerie Wien, Radetzkystraße 4, 1030 Wien von 16. – 23. Dezember gezeigt:

    Die Vernissage dieser Ausstellung findet am Dienstag, dem 15 Dezember 2015 um 19.00 Uhr statt.

    Inspiration:

    Bei den Fotos zum Thema „liebeskrank“ kann es um Ausdruck der dazugehörigen Gefühle gehen, ebenso wie zu Orten, an denen sich Wichtiges abgespielt hat. Es können Erinnerungen an Filme oder Romane sein, in denen Ähnliches beschrieben wird, oder es können in Szene gesetzte „tableaus vivants“ sein, die solche Szenen nachstellen. Es können Selfies sein und es können Fotos aus Alben sein, die schon lange zurück liegen. Wenn gewünscht, können die Einsendungen anonym behandelt werden, dann bitte statt dem Namen „anonym“ schreiben.

    Nicht vergessen, der Einsendeschluss ist der Samstag der 12. Dezember 2015.

    Es war schon immer Ambition der Avantgardisten, möglichst viele klassische Merkmale ihres Schaffens abzustreifen. Im Zeitalter des Smartphones haben wir tatsächlich eine Situation erreicht, in der es möglich ist, dass alle an der Kunst und am Kunstschaffen partizipieren können. So sehr wir Touristen belächeln, die mit ihren Selfie-Sticks sich vor den Baudenkmälern fotografieren, so sehr sind die  Tausende und Abertausende digitalen Fotos, die tagtäglich auf Facebook, twitter & Co geladen werden, Teile einer Kunstwelt, die jeder für sich entwickelt.

    Die meisten von uns haben bereits Riesenarchive von Smartphone-Fotos. Wir brauchen nur einen Blick auf diese zu werfen, um eine Vielzahl zu diesem Thema passender Bilder zu finden. Letztendlich geht es um freie Assoziationen und um das Spiel mit Gedanken und Gefühlen, wie wir sie selber denken und fühlen. Sich mit den eigenen Bildern zu beschäftigen ist auch eine Befreiungsaktion gegenüber der Bilderflut in den Medien: Wir haben unsere eigenen Bilder!

    Als wir Teenager waren tauschten wir Musikkassetten aus, in denen unsere Lieblingssongs gespeichert waren, Mix-Tapes, wie Visitenkarten von uns. So können wir heute unsere Visitenkarten zum Thema „love sick“ austauschen mit Namen oder auch anonym.

    Die Ausstellung all dieser Fotos und Texte wird gegliedert nach den verschiedenen Arten der „love-sickness“ und gemeinsam mit den Bildern und Skulpturen der jetzigen Ausstellung gezeigt.

    FACTBOX:

    Teilnahme:

    -       per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder

    -       per twitter, Facebook, Instagram mit dem Hashtag #lovesickremix

    Einsendeschluss: Samstag, 12. Dezember 2015.

    Preise:

    -       3 Hauptpreise:
    die drei Teilnehmer mit den meisten Likes/ Favorisierungen erhalten ihren eingesendeten Beitrag als gemaltes Kunstwerk von Wolf Werdigier als Gewinn.

    -       JEDER Teilnehmer erhält ein Plakat in der Größe A2 der eingesendeten Beträge.

    Vernissage der Ausstellung:
    Dienstag, 15. Dezember 2015 um 19.00 Uhr
    Produzentengalerie Wien
    Radezkystraße 4, 1030 Wien.

    Dauer der Ausstellung:

    16. Dezember – 23. Dezember 2015.

     https://www.facebook.com/events/723135804488787/


  • 8. April 2016

    Materialien für den Dialog

    15 Tage Dialog durch 2
    Dialog zwischen den Fugen


    Resümee und Gedanken zu den Erfahrungen:

     

    1.    Worin bestand die so oft zitierte "Grenzerweiterung?“

    Aus meiner Sicht bestand sie in den folgenden Aspekten, wobei Andreas‘ Sicht eine andere und deshalb nachzufragende ist.


    a)    Grenzen erweiternd war die Rücksichtslosigkeit des anderen. Hierbei ist Rücksichtslosigkeit nicht als böswillig zu verstehen, sondern dadurch dass der andere um den Inhalt und um das Ringen des einen nicht weiß, geht er unvermittelt an eine Veränderung der Arbeit heran.
    Beispiel: die Boote auf dem Hintergrund der perspektivischen Fluchtlinien sind nun auf einmal an der Decke und damit auch die Videoprojektion.
    b)    Die Figuren im Wasser, insbesondere der Wasserspringer: durch ein vorbehaltsloses Vorgehen und Verändern des Bildes durch den anderen werden oft gerade jene Teile des Bildes, die sehr mühsam erarbeitet worden sind, wieder zerstört. Dadurch werden jene Teile eliminiert, die möglicherweise bereits eine Erstarrung des Bildes darstellen (vgl. Francis Bacon Interview: vor der Fertigstellung eines Bildes mit Farbe darauf geworfen.
    c)    Durch diese „Rücksichtslosigkeit“ entsteht eine Auflockerung im Arbeitsprozess, sodass man sich selbst auch mehr zu experimentieren zutraut. Wie in der Sandkiste die Kinder Burgen aufbauen und wieder zerstören, ging ich auch selbst viel leichtfertiger daran etwas neues auszuprobieren, auch wenn es meinen Ansprüchen sonst zum Opfer fallen würde.
    d)    Oft bin ich in meiner Arbeit während der zwei Tage nicht fertig geworden und gerade diese Unfertigkeit und das zum Teil neu zusammengesetzt werden durch den anderen, lässt eine Art Abstraktion entstehen, die viel ausdrucksstärker ist (sein kann), als die komplett ausgeführte Arbeit.

     

    2.    Wo sind die besten Ergebnisse zu finden?


    a)     Dort wo die größten Widersprüche sind, zum Beispiel bei den Arbeiten von Tag 3. Dort, wo die Gegensätze am stärksten sind zwischen meinem Bild und seinen Interventionen.
    b)    Wenn eine zweite Überarbeitung möglich wäre. Zum Beispiel bei Tag 11 das Foto, zum Beispiel die Dionysoszerreißung wäre besser auf unregelmäßigen polygonalen Keilrahmen montiert.
    Ein weiteres Beispiel sind die unfertigen Arbeiten, die neu zusammengesetzt sind und bei denen die Abstraktion noch stärker herausgearbeitet werden könnte aufgrund der neuen Zusammensetzung.

     

    3.    Welche anderen Verfahren sind denkbar?


    a)    Das Fokussieren durch den sozialen Druck auszuüben, zum Beispiel bei Livepaintings.
    b)    Die Dynamik dieses Projektes zu verwenden um dann aus einzelnen Objekten durch Überarbeitung eine Verstärkung zu erlangen, vielleicht dies sogar iterativ zu wiederholen.

     

    4.    Danksagung

    Dieses Projekt glückte bestimmt in hohem Maße durch die Kooperation mit Andreas.

     

     

    15 tage dialog durch zwei Wolf Werdigier Andreas Orsini Rosenberg

    15tage


    Andreas Orsini-Rosenberg
    Wolf Werdigier

    Beginnend mit 16. März führen wir einen künstlerischen Dialog mit offenem Verlauf.

    Zur Halbzeit, am Mittwoch 30. März um 18.oo Uhr laden wir zu einem Gespräch zum Thema: "Kunst im Prozess: Was bleibt davon über?"

    Das Finale findet am Dienstag 5. April um 18.oo Uhr statt.

    Das Ergebnis des Dialoges ist anschließend bis 9. April zu sehen.

    mehr Infos unter
    www.produzentengalerie.wien/dialog


  • 8. November 2016

     

    Die Inszenierung

    des Zufalls

     

     

     

    Prolog:

    zufall

    Eine neue Idee zu realisieren ist immer mit einem Risiko verbunden. Ist die Idee tragfähig? Hält sie, was die Fantasie verspricht? Wird sie zum Flop? Oder entwickelt sich etwas völlig anderes daraus?

    Ich habe eine neue Maltechnik entwickelt, die ich gerne in der diesjährigen Dezemberausstellung zeigen möchte. Der Ausgang ist ungewiss und ich lade ein, das Spannende und auch das Ungewisse der Entwicklung der letzten Wochen vor der Realisierung mitzuerleben:

    Bis zur Präsentation am 5. Dezember werde ich zwei Mal pro Woche einen neuen Bericht auf den Blog stellen.

    Die ursprüngliche Idee zu dieser neuen Methode entstand aus dem Bedürfnis, assoziative Gedankengänge aus verschiedenen Quellen miteinander zu verbinden und diese Verbindungen darzustellen. In diesem Ausstellungsprojekt jetzt gehe ich, um ein Beispiel zu nennen, von verschiedenen Theaterstücken aus und stelle den Hauptgedanken – man könnte sagen, den Fokus des jeweiligen Stückes – in einem Gemälde dar.

    Da alles in allem enthalten ist, würden die Surrealisten sagen „es ist nicht das gesamte Bild notwendig, um die Essenz des Theaterstückes auszudrücken, es genügt auch ein Teil von diesem Bild.“ Würde ich nun diese Bilder in drei oder vier Teile zerschneiden, alle diese Teile durcheinandermischen, so würde dies assoziativen Ketten verschiedener Ideen und Inspirationen aus diesen Theaterstücken entsprechen.

    Da dies aber nicht gezielt erfolgen soll, denn Assoziationen entstehen auch unter ganz bestimmten persönlichen und äußeren Bedingungen, werden diese Teile der Bilder in einem Zwischenschritt des Inhalts entledigt und alleine nach grafischen, ästhetischen Gesichtspunkten gleichsam als abstraktes Bild, in eine neue Kombination gesetzt.

    Diese neu entstandenen Bilder sind wie plötzliche Einfälle,  DSC0124beoffen für persönliche Interpretationen, der Fantasie und dem Gedankenspiel des Betrachters zur Verfügung gestellt.

    Die teilnehmenden Bilder, in diesem Fall die Theaterstücke, sowie der weitere Prozess der Zerlegung und Zusammenfügung kann bis zum 5. Dezember jeden Dienstag und Donnerstag mit verfolgt werden.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Bilderausstellung zu CHarles Bodelaire's "Les Fleurs du Mal"

     

    Vielleicht haben sie das schon einmal erlebt. Wenn man sehr verliebt ist und irgendwohin geht, dann merken das offensichtlich die anderen Menschen und reagieren entsprechend.Les_Fleur_du_Mal_I Wolf Werdigier Einmal sprach mich ein Mann an und sagte ich bin sicher sehr glücklich. Und wenn man sehr verliebt ist und  zu zweit unterwegs ist und es gibt eine Person die die Liebenden umsorgt, wie zB ein Kellner in einem Restaurant, dann ist das etwas sehr Vertrauliches. Es ist als ob wir uns zu zweit verlieren können in unser Paradies und der andere für uns sorgt.

    Vielleicht haben sie das auch schon einmal erlebt.Les_Fleur_du_Mal_II

    Ich war mit ihr in einem Restaurant und war unglaublich glücklich. Wir kannten uns kaum, ich fand sie schön, erotisch und anregend. Ob sie in mich auch verliebt war ist schwer zu sagen. Jedenfalls fand sie Gefallen an meinem Umwerben. Wir waren beide überglücklich, es vergingen viele Stunden und ich merkte garnicht, dass wir plötzlich gehen mussten.

    Les_Fleur_du_Mal_IV

    Eigenartiger Weise war es auf einmal zu spät für alles. Beim Ausgang war sie müde, verabschiedete sich und ging. In solchen Situationen bin ich immer wie berauscht und denke nicht, wie geht das weiter?  Ich stand da, ging noch einige Schritte alleine durch die leeren Strassen und am nächsten Tag wollte ich wieder zu ihr. Ich wusste, dass sie bald abreisen würde und  dass ich sie nicht mehr so antreffen werde können, wie es gestern im Restaurant war. Ich wollte das Glück von gestern festhalten und ich ging zurück zum Restaurant, um dort ein Bild zu malen, welches unser Glück erinnern sollte. Zuerst fand ich die Strasse  garnicht. Nach langem Suchen entdeckte ich das Lokal doch noch und als ich eintrat, konnte ich den Kellner von gestern nicht mehr finden. Er hatte gestern den letzten Tag hier gearbeitet. Auf einmal war es, als ob es gestern garnicht gegeben hätte.

    Les_Fleur_du_Mal_III
    Ich konnte kein Bild malen und ich konnte auch nicht mehr zu ihr gehen.

    Einige Zeit später, ich war ebenfalls abgereist,  fand ich auf Facebook einen Gruss eines Freundes, mit einem Photo von ihm in einem Restaurant. Es gab dort gerade eine Bilderausstellung der gemalten Portraits der Kellner. Schräg hinter ihm erkannte ich jenen Kellner wieder, der zu meinem Glück gehörte. Ich hatte ihn wieder! Ich konnte das Bild malen, und ich konnte es ihr schicken! 

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Der Text wurde anläßlich einer Publikation in "untitled" neu verfasst. 

     
  • Verlauf vom 15. März bis 31. Mai 2017

    Im Zuge der Vernissage am 15.03.2017 hat die Produzentengalerie Wien ein neues Projekt ins Leben gerufen: "Tagebuch". Die KünstlerInnen dokumentieren ab dem 15. März ihr künstlerisches Schaffen. Auf Facebook und Instagram werden diese Zwischenschritte in Form von Kunstwerken, Fotos, Texten und Gedanken gepostet, sodass Interessierte stets auf dem Laufenden bleiben können.