Die Marquise von O Wolf Werdigier

Die Marquise von O

Als ersten Zeugen rufen wir Heinrich von Kleist auf:
Er berichtet über die Marquise von O.

Die mit ihren Kindern im Haus ihrer Eltern lebende,
verwitwete Marquise gerät in den Kriegswirren in  eine
für sie unfaßbare Situation. Ein russischer Offizier 
bewahrt sie vor den Gewalttätigkeiten der Soldaten,
sie fällt in Ohnmacht, er mißbraucht sie. Die später
festgestellte Schwangerschaft führt zum Verstoßen aus
ihrer Familie und schließlich zum Entschluß der Marquise
gegen alle Konventionen allein zu leben und den
unbekannten Vater durch eine Zeitungsannonce zu suchen.
Sie bestimmt nach dem unausweichlichen Bruch mit ihrer
Familie bis zum Schluß ihr Handeln und wehrt sich erfolgreich
dagegen, zu einem Objekt einer von männlichen Normen
geprägten Gesellschaft gemacht zu werden.